WIR ÜBER UNS

Ein Kindergarten, unterstützt aus Wattenscheid
Warum? Wieso?


Ziele des Vereins

Der Verein wurde 1980 als Privatinitiative in Zusammenarbeit mit der WAZ gegründet. Sein Betätigungsfeld sind die Kinder in Gambia, Westafrika.

Der Verein sieht seine Arbeit in erster Linie als Hilfe zur Selbsthilfe. Als erster Schritt ist er bemüht, die Kinder von der Straße aus Elend und Schmutz herauszuholen.

Fernziel aber ist, durch bessere schulische Bildung die beruflichen Chancen zu verbessern. Das geschieht durch den Erwerb von Grundkenntnissen im Schreiben, Lesen und Rechnen sowie im Erlernen der englischen Sprache (Amtssprache) ohne die ein Schulbesuch nicht möglich ist. Von Hause sprechen nahezu alle Kinder nur ihre jeweilige Stammessprache.

Sogenannte „Patenschaften“ für 13,- Euro im Monat sichern neben Sponsorengeldern und Aktionen des Vereins die Finanzierung.

Alle Tätigkeiten für den Verein in Deutschland sind ehrenamtlich und ohne Aufwandentschädigungen, so dass bisher Verwaltungskosten vermieden werden konnten.

Das Geld kommt zu 100 Prozent den Kindern zugute.


Der Verein

Der Wattenscheider Günter Schmitter und seine Frau Ulrike waren bei ihrem ersten Besuch 1978 in Gambia  angesichts des Elends im Lande sehr schnell der Meinung, helfen zu müssen. Daraus ergab sich für die beiden und viele Unterstützer  – Paten, Sponsoren und Einzelspender – ein langer Weg, der sich inzwischen über 3 Jahrzehnte erstreckt. Mit im Boot war die örtliche Lokalredaktion der WAZ. Kinder sollten die Nutznießer  des privaten Bildungsprojektes sein, als Hilfe zur Selbsthilfe, um die Lebenssituation in Gambia positiv zu beeinflussen.

Begleiten Sie uns ein Stück in der Geschichte des „Kindergartens Wattenscheid in Gambia“. Ein kurzer Überblick im Zeitraffer:

1978: Die Idee, in Gambia einen Kindergarten mit Vorschule zu errichten.

1980: Bau eines 1. Klassenblocks für 50 Kinder.

1980: Einschulung der ersten 75 Kinder und Eröffnung des Projektes mit 4 gambianischen Lehrkräften in 3 Klassen.

bis 1985: Der Kindergarten wächst rasant. Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der Kinder. Die Einstellung zusätzlicher Lehrkräfte und der Bau weiterer Klassenräume wird erforderlich.

1988: Die Zahl der Kindergartenplätze ist mittlerweile auf rund 300 gestiegen. Durch die Anlage eines Schul- und Nutzgartens (1986) und die Pflanzung zahlreicher Obstbäume (Mangos, Bananen etc.) können im Laufe der Jahre, dank entsprechender Bewässerung, die Kinder täglich ein kostenloses Frühstück erhalten.

2002: Bau einer Versammlungshalle und die Einrichtung eines Spielplatzes.

2003: Bau von jeweils sechs Mädchen- und Jungentoiletten mit Wasserspülung aus Sponsorengeldern.

2004: Die Kindergartenküche wird erweitert.

2004: Erste Überlegungen für eine bessere und gesichertere Stromversorgung Solarenergie einzusetzen. Die Installation einer kleinen Anlage mit Unterstützung der FH Gelsenkirchen.

2007: Einrichtung einer Dentalstation in Zusammenarbeit mit der Uni Witten-Herdecke zur Prophylaxe und Behandlung von rund 3000 Kindern aus Kindergärten und benachbarten Grundschulen.

2008: Erweiterung und Ausbau der Solaranlage zur regelmäßigen, ausreichenden Versorgung mit Energie für die Dentalstation und für die Büros. Ein ausgemusterter Mannschaftswagen der Feuerwehr Bochum trifft als „Schulbus“ umgebaut in Gambia ein.

2009: Planung und Bau eines Gästehauses für Praktikanten und Helfer.

2010: Einweihung des Gästehauses im Rahmen der Feier zum dreißigjährigen Bestehen des Kindergarten-Projektes mit rund 50 mitgereisten Paten.

2011: Weiterer Ausbau der Solaranlage. Austausch der alten Behandlungsstühle gegen „neu“.

2012: Umbau der Markthalle zur Essenshalle.

2013: Förder- und Unterstützungsprogramm begabter und sozialschwacher Kinder ab Juli.

2013: Abriss der Wohnung der Leiterin und der alten Gästezimmer.
Neubau eines neuen Wohnblocks.

2014: Neue Decke und neues Dach für die Dentalstation.

2015: 50 Jahre Unabhängigkeit – 35 Jahre „Kindergarten Wattenscheid“.

2015: Neues Dach und Decke für Büro und Buchhaltung.

Die Idee, in Gambia einen Kindergarten mit Vorschulklassen zu errichten, fiel auf fruchtbaren Boden. Viel Geld wurde gesammelt, um einen ersten Klassenblock zu bauen und gambianische Lehrer einstellen zu können. 50 Kinder sollten 1980 eingeschult werden, 75 waren es tatsächlich – so groß war das Interesse der Bevölkerung in der Provinz Brikama.

Dass sich der Kindergarten gut entwickelt, verfolgen Jahr für Jahr viele Paten mit eigenen Augen vor Ort. Heute ist mit 450 Kindern, 18 Lehrkräften und 15 weiteren Angestellten (Buchhalter, Sekretärin, Dentisten, Köchin, Gärtner, Tag- und Nachtwächter, Reinigungskräfte) die Grenze der Leistungsfähigkeit erreicht.

Unterrichtet wird in 15 Klassen, täglich von 8.30 bis 13.30 Uhr. Die Kleinen genießen mehr die spielerische Erziehung, für die Großen wird es ernst in den Fächern Englisch (offizielle Landessprache in Gambia), Lesen, Rechnen, Schreiben und Hygiene. Inzwischen kehren bereits Kinder des ersten Jahrganges als Lehrer in „ihren“ Kindergarten zurück. Wie gut die Kinder die Philosophie des Projektes im Laufe der Jahre verstanden haben, beweist sich in den Berufen, in denen sie jetzt arbeiten können.

Wenn auch die finanziellen Mittel weiterhin fast ausschließlich durch den „Kindergarten-Verein“ zur Verfügung gestellt werden und Entscheidungen über größere Investitionen und Erweiterungen in Abstimmung mit der Leitung in Gambia von Deutschland aus getroffen werden, so liegt die Führung des Projektes vor Ort in den Händen eines gambianischen Komitees aus Leiterin, Lehrern, Eltern und Repräsentanten des Dorfes. Arbeiten werden ausschließlich von Gambianern durchgeführt.

Diese tollen Erfolge konnte Günter Schmitter noch erleben. Er verstarb 1995. Sein Werk aber lebt weiter.

Der Verein kümmert sich heute nicht nur um den Kindergarten, sondern auch um den Spielplatz und den großen Schulgarten, der durch entsprechende Bewässerung gute Ernten liefert. Frauen aus dem Dorf schneidern mit Hilfe aus Deutschland gespendeten Nähmaschinen nicht nur die kostenlosen Schuluniformen der Kinder, sondern auch Alltagskleidung, deren Verkauf etwas Geld bringt.

Ob nun Dalasi, die gambianische Landeswährung oder Euro- ohne finanzielle Unterstützung konnte und kann der „Kindergarten Wattenscheid” nicht existieren. Für Gehälter und Betriebskosten sowie kleine Investitionen werden etwa 70.000 Euro im Jahr benötigt. Das Geld wird zu drei Vierteln von Paten des Projektes und zu einem Viertel von besonderen Aktionen und Einzelspenden aufgebracht. Nur 13,- Euro monatlich kostet eine „Patenschaft“, die ganz bewusst nicht auf bestimmte Kinder bezogen ist. Alles Geld kommt in einen großen Topf und kommt dem ganzen Projekt zu 100% zugute, da alle Tätigkeiten in und für den Verein ehrenamtlich sind und somit keinerlei Verwaltungskosten anfallen.

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Montags und freitags beginnt der Unterricht am Morgen mit einem gemeinsamen Gottesdienst für Moslems und Christen.

Im Februar 2004 wurde mit Hilfe von Sponsoren eine Solar- Anlage installiert, die für gleichmäßigen Strom sorgt, um die gespendeten Computer zu versorgen. Seitdem sind wir mit unserem Kindergarten über das Internet verbunden.

Ebenfalls im Februar 2004 wurden die neuen Toilettenanlagen für 6 Jungen und 6 Mädchen in Betrieb genommen. – Toiletten mit fließendem Wasser, gesponsort von einem Paten, der von Anfang an dabei ist.

Schulgarten

Küche

 

 

 

 

 

 

 

Dentalstation

Dentalstation

 

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